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AKTUELLES : Vorbeugende Hygienemaßnahmen während des Obstbaumschnittes
Artikel veröffentlicht am: 07.03.2010 07:07 (1178 x gelesen)

Vorbeugende Hygienemaßnahmen während des Obstbaumschnittes
 

Der Februar und März sind gut geeignet einen Winterschnitt an Kernobstarten und Strauchbeeren durchzuführen, weil sich die Bäume in dieser Zeit noch im Ruhezustand befinden.


Mit dem Schnitt der empfindlichen Obstarten wie Pfirsich und Aprikosen sollte bis nach der Blüte gewartet werden. Der Winterschnitt hat bei den meisten Obstgehölzen traditionell die größte Bedeutung. Im unbelaubten Zustand ist der Astaufbau am besten zu überblicken und Korrekturmaßnahmen lassen sich gut durchführen.
Grundsätzlich sollten die Schnittmaßnahmen nur bei frostfreier Witterung durchgeführt werden. Bei Frost besteht die Gefahr, dass die Äste weg brechen. So können unnötig große Verletzungen entstehen. Bei Niederschlägen oder feuchter Witterung sollte nicht geschnitten werden, weil hier das Risiko hoch ist, dass die frischen Schnittwunden durch holzzerstörende Pilze infiziert werden.
Das Ziel des Winterschnittes ist das Erhalten des baumgerechten Aufbaus, der Fruchtbarkeit und der Gesundheit des Baumes. Der Winterschnitt sollte genutzt werden dürre Zweige, verkrebste Stellen und Infektionsherde der Monilia-Fruchtfäule zu entfernen. Hängen gelassene Früchte, sogenannte Fruchtmumien, bieten für Schadpilze wie zum Beispiel für den Monilia-Pilz, optimale Überwinterungsbedingungen. Ausgehend von diesen Fruchtmumien kommt es im nächsten Frühjahr zu schnellen Neuinfektionen. Somit sollten eingetrocknete Früchte möglichst vollständig entfernt werden.
In den letzten beiden Jahren herrschte sofort ab Vegetationsbeginn starker Infektionsdruck durch den Apfelmehltau. Häufig waren bereits Blüten so stark befallen, dass sie sich nicht mehr normal entwickelten. Eine grundlegende Maßnahme, die einem solchen Frühbefall vorbeugt, ist auf die Triebspitzen, die vom Apfelmehltau befallen sind, zu achten und diese zu entfernen. Befallene Triebspitzen erkennt man an einem filzartigen Überzug, die Triebspitze ist schmaler als gesunde Endknospen und die vordersten Knospenschuppen sind nicht geschlossen, sondern leicht abgespreizt.
Auf vielen Gehölzen, besonders stark auch an Kernobstbäumen, ist eine Besiedlung der Rinde im Stammbereich mit grauen, gelben oder roten Flechten zu sehen. Bei Flechten handelt es sich um eine Lebensgemeinschaft von Algen und Pilzen. Die Flechten wachsen außen auf der Rinde und bewirken keine Schädigung der besiedelten Bäume. Bei den früher verbreiteten "Stammpflegemaßnahmen" im Winter, nämlich dem Abschaben und Abbürsten des Stammbereiches wurden die Flechten mit entfernt. Andere Bekämpfungsmaßnahmen sind nicht möglich, aber auch nicht notwendig.

PFLANZENSCHUTZ-WARNDIENST
Regierungspräsidium Gießen - Pflanzenschutzdienst Hessen -
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