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AKTUELLES : Der Buchsbaumzünsler
Artikel veröffentlicht am: 15.03.2010 08:47 (1562 x gelesen)

Der Buchsbaumzünsler - ein neu eingeschleppter Schädling aus Asien


Neue, in Deutschland eingeschleppte Insekten, sogenannte Invasive Arten, haben weiterhin Konjunktur. Nach Lauchminierfliege, Zwiebellaus, Maulbeerschildlaus, Walnussfliege, Asiatischem Marienkäfer und Kastanienminierfliege scheint uns ein weiterer Neuankömmling erreicht zu haben. Die Rede ist vom Buchsbaumzünsler (Diaphania perspectalis), einem Kleinschmetterling aus Ostasien, der Europa vermutlich mit dem weltweiten Warentransport erreicht hat. In den letzten beiden Jahren wurde von Befall in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen berichtet. Aus Südhessen liegen ebenfalls vereinzelte Befallsmeldungen vor, die bisher aber nicht bestätigt sind. Mit einem stärkeren Auftreten in Hessen muss aber in Zukunft gerechnet werden.


Der Buchsbaumzünsler überwintert als Raupe in einem Gespinnst zwischen den Blättern und in Ritzen in der Nähe des Buchsbaums. Abhängig von der Witterung beginnen die Raupen bereits ab Mitte März bis Ende April zunächst mit einem versteckten Fraß im Pflanzeninneren. Sie fressen nicht nur die Blätter sondern auch die grüne Rinde um die Zweige herum bis auf das Holz. Pflanzentriebe über diesen Fraßstellen sterben ab.
Während die Fraßtätigkeit weniger junger Raupen zunächst kaum auffällt, kann es bei stärkerem Befall sehr schnell zum Kahlfraß an den Buchsbaumpflanzen kommen. Befallene Pflanzen werden komplett eingesponnen, dann kommt jede Maßnahme zu spät. Die Raupen selbst haben eine gelbgrüne bis dunkelgrüne Grundfärbung und weisen schwarz und weiße Längstreifen mit schwarzen Flecken auf. Die Kopfkapsel ist schwarz. Ausgewachsen sind sie bis zu 5 cm lang. (Unter dem Stichwort „Buchsbaumzünsler“ sind im Internet eine Vielzahl von Bildern zu finden).
Da der Befall meist im Pflanzeninneren beginnt, ist es wichtig, bei der Kontrolle der Pflanzen die Zweige auseinander zu drücken, um das Pflanzeninnere kontrollieren zu können. Da der Zünsler 2 - 3 Generation pro Jahr hat, sollten Kontrollen regelmäßig über die gesamte Vegetationszeit hinweg erfolgen. Wird ein Befall festgestellt, muss schnell gehandelt werden. Bei geringem Befall von Einzelpflanzen können die Raupen abgesammelt und vernichtet werden. Zur direkten Bekämpfung kann das Präparat Schädlingsfrei Neem (Scotts Celaflor) eingesetzt werden. Eine wirksame Bekämpfung kann durch die Gespinnstbildung erschwert
werden. Für eine ausreichende Wirkung ist eine gleichmäßige Benetzung der gesamten Buchspflanze, insbesondere auch im Inneren der Büsche erforderlich.

PFLANZENSCHUTZ-WARNDIENST
Regierungspräsidium Gießen - Pflanzenschutzdienst Hessen -
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